Unterstaatssekretär Amendola: ,,Minister Guerini anzugreifen bedeutet, die italienische Diplomatie anzugreifen. Es ist Zeit für eine gemeinsame Außenpolitik in Europa’’

20 März 2022

,,Wir waren immer ein verlässlicher und verhandlungsbereiter Partner, das ist unsere Tradition. Minister Guerini anzugreifen bedeutet, die italienische Diplomatie anzugreifen. Die russische Erklärung ist ein Zeichen der Ohnmacht: Guerini anzugreifen zeugt nicht von Stärke, sondern von Schwäche. Auf diese Weise bricht Moskau die Brücken zu einer Tradition, die auf den Dialog ausgerichtet ist, wie die italienischen Namen zeigen, die für eine mögliche Vermittlerrolle vorgesehen sind. Romano Prodi zum Beispiel wäre perfekt’’, erklärte Vincenzo Amendola, Unterstaatssekretär für europäische Angelegenheiten, in einem Interview mit La Stampa.

Amendola erwartet, dass der Europäische Rat in der kommenden Woche ,,in den Bereichen Energie, Außenpolitik und Sicherheit nachlegen wird. Es reicht mit dem Europa der 27 Außenpolitiken und 27 internationalen Eifersüchteleien. Wenn wir eine Rolle spielen wollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Integration voranzutreiben. Diese Krise ist ein großer Weckruf: Die Zeit, in der wir uns innerhalb unserer Grenzen verschließen und den Krieg einfach nur kommentieren konnten, ist vorbei.’’

Und zum EU-Beitritt der Ukraine: ,,Wir müssen den Integrationsprozess, der seit Jahren läuft, intensivieren. Wir haben der Kommission das Mandat erteilt, einen Vorschlag zu unterbreiten, und warten jetzt auf Hinweise, wie es weitergeht.’’

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